Die ultimative Packliste.

Zeltinnenausstattung

Angenommen wir haben unsere Heimstätte für die kommenden Tage aufgebaut.

Und haben sich so sicher verankert, dass sie nicht der nächstbeste von Blähungen geplagte Festivalbesucher sie umpusten kann.

Und haben vielleicht sogar dafür gesorgt, dass man das Zelt schließen und öffnen kann.

Angenommen das alles haben wir wirklich zur absoluten Perfektion ausgereift hinbekommen...

dann kommt es nun vor, dass manch einem ein leeres Zelt nicht genügt.

Klar..man kann sich jetzt gemütlich da rein lümmeln (am besten mit Begleitung des anderen Geschlechts) und sich mit seiner Jacke zudecken... aber spätestens an dem Punkt wird die Begleitung der eigenen Wahl sich mukkieren, dass es definitiv zu ungemütlich ist und sie/ er lieber ins eigene Zelt verschwindet (außer man hat zufällig jemanden im Vollsuff oder vom selben Schlag erwischt.).

Nun müsste man sich Fragen wo der grundlegende Unterschied zwischen ihrem/seinem und dem eigenen Zelt ist.

Fangen wir bei Stufe eins an:
Die Penntüte. Manche nennen das Ding auch Schlafsack. Das ist eigentlich auch das einzig wirklich wichtige, was man im Zelt haben muss. Nur mit Penntüte bin sogar ich schon mal gut ausgekommen und solange man nicht mit irgendwelchen schlimmen Rückenleiden geplagt ist, hat man nicht zu befürchten davon umgebracht zu werden.

Dabei ist es ratsam sich auch in die Tüte reinzulegen und sie nur auf sehr warmen Festivals als „Decke“ zu benutzen.

Ich war einmal gnädig und habe meinen damaligen Partner zuliebe das ganze zur Decke umfunktioniert, was bei mir in Frostbeulen endete, da der Gute ein notorischer „Decken“ - Klauer war.

Na toll.


Kommen wir zur zweiten Stufe:

Isomatte / Luftmatraze. Wer jetzt weicher Schlafen möchte, sollte auf diese Hilfsmittel zurückgreifen. Aufgepustet bzw. Aufgerollt lässt es sich auf ihnen schon wesentlich Komfortabler schlafen als nur auf dem mit Steinen übersähten Boden.

Wer eine Luftmatraze mitnimmt sollte nicht darauf bauen, dass die Nachbarn eine Luftpumpe haben. Ich habe drauf vertraut und musste die Nächte ohne diese Unterlage rumbringen. Wie gesagt: Man überlebts, aber angenehm ist was anderes.


Die dritte Stufe:
Kissen und/ oder Decken.

Ja es gibt Leute die sind mit ihrer gesamten Bettbelagerung angerückt.
Dafür sollte man vor allem eine Gefahr nicht beherbergen, wenn man an seiner Decke hängt: Die Gefahr hemmungslos im Schlaf seinen Magen zu entleeren.
Lecker, so eine vollgekotzte Decke...mhmmmh!

Es mag toll sein auf einem Festival zu schlafen wie im eigene Bettchen – aber irgendwie fänd ich es vieeeel zu umständlich diese Sachen alle mitzunehmen und – oh Gott -.- - hinterher wieder einzupacken.

Da bleib ich doch bei Stufe zwei und bin damit herzlich zufrieden.

Allerdings könnten solche Burgen der Gemütlichkeit das andere Geschlecht (zumindest wenn man selbst männlich ist) sehr positiv überraschen – wer weiß.

Aber ob die Person dann noch in der Lage ist sich an der kuscheligen Höhle bewusst zu erfreuen ist eine andere Frage.


Also die Liste (Stufe 2):

-Penntüte

  • Isomatte / Luftmatraze

  • evt. Luftpumpe

25.1.07 14:59, kommentieren

Das Zelt

Das heile Heim der Festivalbesucher: Das Zelt.

Und nein: Wohnwagen gilt nicht. Praktisch, aber nicht immer Anwendbar, schreibe ich nicht über ihn.

Wer nicht gerade zu den Wesen gehört, die sich wie Einsiedlerkrebse Nachts sturzbesoffen einfach in jedes erreichbare Zelt legen, egal wo und ob schon wer drin liegt, oder einen Zeltplatz bei einem in der eigenen Zeltgruppe ergattert hat, ist darauf angewiesen sich seine eigene, kleine Burg mitzubringen.

Von diesen Dingern gibt es bekannterweise verschiedene Ausführungen, die vom sporadischen 1-Mann-Regenschützer bis hin zum 6-Menschen-Bunker reichen.

Das Standartmodell ist aber das 3-Personen Zelt für eine Person.

Preislich meist im unteren Bereich gelegen und Qualitativ  von grottig bis mittel – je nach Handhabung-  erhältlich tut es für eine (oder auch zwei und manchmal sogar drei) Festivalsaison(s) meist das 20-Euro Zelt aus dem Aldi im Sonderangebot.

Bei Menschen über 27 Sommern habe ich schon öfters ein Militärzelt gesehen.

Ich selbst habe direkt beim ersten Anlauf das gute 4-Mann Zelt meines Vaters (welches wohlgemerkt vor meiner Benutzung schon 7 Jahre guten Dienst geleistet hatte) verschrottet.

Ich sah Menschen in Zelten die so groß waren, dass ich dachte, sie müssten mit Fußbodenheizung ausgestattet sein.

Und ich sah Leute in einem Zelt schlafen, wo die Füße wiederum unten rausschauten, weil es zu klein war. Von der Höhe gingen die Rekordminizelte mir bis an die Knie. Ich frage mich bis heute wo er die Tasche hingetan hat, die, wie ich nachher gesehen habe, größer war als das Zelt selbst.

Aber egal wo und wie man hausen möchte: Es gibt ein paar Dinge die jeder vorher überprüfen sollte.

So ist es zum Beispiel von Nutzen das Zelt einmal im heimischen Garten (oder Wohnzimmer) aufzubauen, um zu testen inwiefern Hering, Strang, Plane, Stange, Lasche und die ganzen anderen Arschlöcher vorhanden sind.

Und: Um zu testen wie man das blöde Dingen überhaupt auf die Beine stellt. (Ich Noob hab auf dem Festival hinterher eine halbe Stunde und die Hilfe von 3 Männern gebraucht um überhaupt irgendwas zu Stande zu bringen&hellip

Hinther wieder alles einzupacken macht auch Sinn.

Außerdem ist es vielleicht gut das Zelt einfach mal ein, zwei Wochen dann auch im Garten (diesmal nicht im Wohnzimmer) stehen zu lassen und auf den ersten Regenguss zu warten.

Sonst seid ihr bald Nährer meiner Schadenfreude. Ich kann mich immer prächtig über die Stimmen amüsieren: „Oh fuck! Das Zelt steht unter Wasser! Ja! Scheisse! Voll das Loch!“

Oder, noch besser: „Ey…Mark?“ „*schnarch*“ „Ey Marc wach mal auf, da Tropft irgendwas auf mich!“ „*röchelschnarch*“ „Scheisse … das nervt voll…“  - und das dann eine halbe Stunde, bis die Person auf die Idee kam was dagegen zu tun.

Wenn ihr dann ganz viel Glück habt stürmt es bei euch im Garten (oder Nachbars Hund furzt mal kräftig).

 

Ich hätte mir das Gewünscht bevor ich zum DONG Open Air gefahren bin.

Dann hätte ich vielleicht gemerkt, dass mein Zelt alles andere als windfest ist und mir wäre das Desaster mit dem Wegfliegenden Zelt erspart geblieben-

 

Aber auch das ein oder andere amüsante Foto.

 

 

In dem Sinne: Vertrauen ist gut, Kontrolle aber besser.

 

Packliste:
- Kontrolliertes Zelt

- evt. Ersatzstücke

 

 

 

2 Kommentare 11.1.07 09:10, kommentieren

Getränke

Nachdem ich durch die Anreise in Nürnberg und die daruf folgenden spontanen Aktivitäten absolut keine Zeit mehr gefunden habe die Packliste zu aktualisieren, mache ich da eben nun (während ich in einem Bett liege *muahah).
Also wo waren wir? Genau... Nachdem wir uns entschieden haben was wir zu Essen mitnehmen überlegen wir uns, wie denn die Dauerwust, das Toastbrot und die Aldi-Schokobrötchen runtergespült werden sollen.

Wenn man an Festivals +Getränke denkt, fällt einem fast zuerst der gute Gerstensaft (Bier! Falls hier jemand so ungebildet ist!) ein.
Diesen gibt es in vieeelen verschiedenen Sorten, die zumeist erhebliche Qualtäts-bzw. Geschmacksunterschiede darbieten.
Während meien persönlichen Vorlieben (Wahrscheinlich auch wegen eienm Stück Lokalpatriotismus) sich eher auf Krombacher und Eichener (und ab und zu mal Bosch), achten andere lieber auf den Preis und vergraben sich in Oettinger oder Hansa.
Letztere beiden kann ich überhaupt nicht ab. Ich rieche  nur dran und muss brechen. ^__^ - also wagt es niemals mir ein Oettinger oder ein Hansa anzudrehen. Ernsthaft: Lieber verzichte ich auf Bier, als dass ich dieses Zeug nocheinmal trinke.
Nachdem die vorsorglichen 15 Fässer Bier (Sorte euch überlassen) eingekauft wurden, fällt einem ein, dass nur wenige Menschen von Bier allein leben könnten, auch wenn es viele wollen.
Der nächste wichtige Grundstoff wäre als - klar- der Met.
Während es auch dort wieder Menschen gibt, die Met als "Türkischen Honig mit billigem Fusel" bezeichnen, sind es doch genug, die dem guten Tropfen nicht abgeneigt sind.
Aber auch hier gilt: es gibt Met und es gibt Wasser mit (schlechtem) Metaroma. Auf Nummer sicher geht man bei geeignetem Geschick immer mit selbstgemachtem Met. Der schmeckt zumeist am besten, da man bei gegebenen Talent viel am Geschmack herumfeilen kann. ich selbst habe keine Ahnung wie man das macht, aber ich hoffe immer, dass es genügend andere gibt, die Ahnung haben. ^^
Ansonsten gibts die möglichkeit teuer (aber zum größten Teil guten) Met auf Weihnachts- und Mittelaltermärkten einzukaufen, meist von Imkereien die nebenher auch noch ultratrve Bienenwachskerzen anbieten (unerlässlich für das trve Feuerritual o__O) oder in einem Kaufhof der eigenen Wahl Met der Marke Kaltenburger (Katlenburger? Keine Ahnung) für knappe 3 Euronen oder Bärenmet (viel besser) - bei uns für fast  9 Euronen- zu kaufen. 

Und erneut dieser grauenhafte Gedanke: Mit Met und Bier alleine werde ich nicht glücklich... Wo bleibt das Feuer?!

(Achtung: Alle folgenden Angaben und Erfahrungen stammen natürlich nicht aus meiner Hand sondern aus Erzählungen anderer über-18-Jähriger...)

Also ab in den Laden und hochprozentiges gekauft.
Zu den Favoriten scheinen zu zählen: Whiskey, Wodka, Korn, Rum und Absinth.  In der Reihenfolge.
Diese, zur schnellen Steigerung und noch schnelleren entleerung des Magens geeigneten Getränke kostet mehr und haben weniger Inhalt als Bier und Met zusammen. Dafür hat es der Inhalt in sich und wers übertreibt ist schnell Opfer von witzigen Fotos (witzig für die, die sie machen).

Aber natürlich kauft man diese Sachen ja eigentlich NUR um sich im Falle einer kalten Festivalnacht von innen zu wärmen.... -oder?
Auch immer wieder gerne mitgebracht wird Tequila. Da stellt sich aber oft heraus, dass es pur wie Benzin schmeckt - und welcher Depp hatte schon den nerv Zitronen uns Salz mitzubringen. Also für den Fall : Tequila dabei kommt auf die Packliste noch Zitrone und Salz. ^^
Um wieder auf die üblichen Verdächtigen zurückzukommen... viele trinken ihr Zeug lieber gemischt als pur. Um sie zu mischen eignen sich verschiedenste Limonaden und bei Wodka eignet sich sogar Schokoladen-Vanille - Tee aus dem Aldi (nein, ich habe keinen Vetrag mit diesem Geschäft.-.- ). Cola ist bei Whiskey der Vorreiter, Orange bei Wodka, Energydrinks bei Korn, bei Rum weiss ich so spontan nichts und bei Absinth -nat.- Zucker und Wasser.

Entsprechende Zuckerwässerchen uns Säfte sollten auch auf eure Liste der Getränke.
Wobei es zu denen auch unverakloholisiert was zu sagen gibt...
Denn zumindest ich schwöre auf Säfte und Zuckerwasser, wenn es darum geht meinen kaputten Körper am morgen dazu zu bewegen mich vor die Bühne zu bringen. 
Sie vertreiben den ekeligen Geschmack vom Vortag aus dem Mund, machen zumindest ein wenig satt, lindern übelkeit und überhaupt sind sie prima ^_^
Und wenns ums wachmachen geht: Wer will und kann, kann sich irgendwie eine Kaffemaschine oder fertigen, kalten Kaffe mitbringen. Tut auch gut.
BTW solltet ihr nicht vergessen eure Becher, Hörner, Humpen und all dieses andere Zeug einzupacken....

 

Also für heute auf die Liste:
-Getränke (welche bleiben euch überlasseen)
-Becher und co.
- Bei Bedarf Zitrone und Salz. 

3 Kommentare 29.12.06 11:55, kommentieren

Nahrungsmittel

Selbst wenn man, wie ich, nur 3 oder gar weniger Festivals bisher besucht hat, fällt einem sofort auf, dass es unterschiedliche Arten von Packern gibt... ok, vielleicht nicht sofort. Aber wenn man sich den eigenen Rucksack und den der anderen anschaut merkt man doch den ein oder anderen Unterschied.
Man kann sie in zwei Grundlegende Spezien unterteilen : Die "Ich muss für ALLES gerüstet sein" und die "Der Mensch ist auch nur ein Tier. Wer braucht schon Klopapier?!" - Packer.
Zwischen den beiden gibts einen Haufen feiner Abstufungen und während der eine sogar Nähzeug mitschleppt (dazu später) hat der andere nicht einmal mehr als eine Unterbuxe dabei. Mama will be not amused - aber Mama is nich dabei, also was solls.

Aber es gibt Dinge, die nehmen sogar die minimalistischsten Festivalgänger mir - Nahrungsmittel oder zumindest Getränke.

Widmen wir uns heute der ersten Gruppe - (Getränke sind ein ausladerendes Thema, deswegen kommen sie morgen dran ).
Grundsätzlich eignen sich zur geldbeutelschonenden Energieerhaltung auf Festivals alle Nahrungsmittel die nicht in einem Kühlschrank aufbewahrt werden müssen und sich auf diese Weise länger als 3 Tage halten.
Dazu zählt sämtlicher Dosenfrass, trockenes Brot (Toast), Obst (für die Gesundheitsfetischisten), Chips und ähnliches Knabberzeug, Schokoriegel, Trockenfleisch, Trockenobst, Salami am Stück (in manchen Regionen auch "Dauerwurst" genannt) und ähnliches.
Der Favorit sind die mit Hackfleischgefüllten Scheißhaufen in pappiger Tomatensoße - auch Ravioli genannt. Meist von Maggi, meist in einer Blechdose, meist kalt.
Um solche Nahrung aufzunehmen benötigt man neben der Dose selbst meist noch provisorisches Geschirr (zur Not auch die Finger). Die Pingel unter uns dürfen sich einen Pappteller gönnen.
Manche leisten sich einen Campingkocher um die Pampe zu erwärmen.

Derweil ist mir aufgefallen, dass mir nach 3 Tagen Ravioli das Zeug so dermaßen zum Halse heraushing, dass ich meinen Eltern fast auf den Tisch brach, als ich nach Hause kam und es Nudeln in Tomatensoße gab. Zwar warm und gut gewürzt- aber Tomatensoße!
Also bin ich ^für die nächsten Fetivals auf Teile der oben genannten, möglichen Nahrungsmittel umgestiegen.
Während meine Sachen da noch recht erträglich waren, hier mal eine Liste der möglichen, aber weniger empfehlenswerten Fressalien bei Ravioli Overdose:
- Fischkonserven (gut bei Kater, aber rufen Brechreiz bei anderen hervor, die es riechen.)
- Unkekochte Nudeln (Knabberspass ohne Geschmack. Für den Gourmet!)
- Frikadellen und Schnitzel von Mami in der Tupperdose ( Neidattacken anderer!)
- gestohlenes Essen von anderen ( 1. Machts die anderen böse und 2. weiß man nie was drinne ist.)
- Sämtliche Fressalien die man vorher noch bändigen muss (Wenn das Würstchen Fell hat, ists bedenklich.)
- Eigene Ausscheidungen

Um das nicht zu vergessen: Wer viel Geld und einen starken Magen hat, kann natürlich auch Essen auf dem Festivalgelände erstehen.
Aber das ist meist weder besonders lecker (das zählt aber nicht..), noch besonders Preiswert. Die einzige Ausnahme dich ich bisher erlebt habe war das Dong Open Air. Lecker Pilze in Sahnesoße für 2Euronen - und die waren wirklich sehr lecker!

Also... ums zusammenzufassen für heute:

- Nahrungsmittel (Ravioli und andere)
- Besteckähnliche Dinge (Pappteller, Gabeln, Löffel..)
- Campingkocher
- Gaskartuschen für den Campingkocher




26.12.06 14:13, kommentieren