Das Zelt

Das heile Heim der Festivalbesucher: Das Zelt.

Und nein: Wohnwagen gilt nicht. Praktisch, aber nicht immer Anwendbar, schreibe ich nicht über ihn.

Wer nicht gerade zu den Wesen gehört, die sich wie Einsiedlerkrebse Nachts sturzbesoffen einfach in jedes erreichbare Zelt legen, egal wo und ob schon wer drin liegt, oder einen Zeltplatz bei einem in der eigenen Zeltgruppe ergattert hat, ist darauf angewiesen sich seine eigene, kleine Burg mitzubringen.

Von diesen Dingern gibt es bekannterweise verschiedene Ausführungen, die vom sporadischen 1-Mann-Regenschützer bis hin zum 6-Menschen-Bunker reichen.

Das Standartmodell ist aber das 3-Personen Zelt für eine Person.

Preislich meist im unteren Bereich gelegen und Qualitativ  von grottig bis mittel – je nach Handhabung-  erhältlich tut es für eine (oder auch zwei und manchmal sogar drei) Festivalsaison(s) meist das 20-Euro Zelt aus dem Aldi im Sonderangebot.

Bei Menschen über 27 Sommern habe ich schon öfters ein Militärzelt gesehen.

Ich selbst habe direkt beim ersten Anlauf das gute 4-Mann Zelt meines Vaters (welches wohlgemerkt vor meiner Benutzung schon 7 Jahre guten Dienst geleistet hatte) verschrottet.

Ich sah Menschen in Zelten die so groß waren, dass ich dachte, sie müssten mit Fußbodenheizung ausgestattet sein.

Und ich sah Leute in einem Zelt schlafen, wo die Füße wiederum unten rausschauten, weil es zu klein war. Von der Höhe gingen die Rekordminizelte mir bis an die Knie. Ich frage mich bis heute wo er die Tasche hingetan hat, die, wie ich nachher gesehen habe, größer war als das Zelt selbst.

Aber egal wo und wie man hausen möchte: Es gibt ein paar Dinge die jeder vorher überprüfen sollte.

So ist es zum Beispiel von Nutzen das Zelt einmal im heimischen Garten (oder Wohnzimmer) aufzubauen, um zu testen inwiefern Hering, Strang, Plane, Stange, Lasche und die ganzen anderen Arschlöcher vorhanden sind.

Und: Um zu testen wie man das blöde Dingen überhaupt auf die Beine stellt. (Ich Noob hab auf dem Festival hinterher eine halbe Stunde und die Hilfe von 3 Männern gebraucht um überhaupt irgendwas zu Stande zu bringen&hellip

Hinther wieder alles einzupacken macht auch Sinn.

Außerdem ist es vielleicht gut das Zelt einfach mal ein, zwei Wochen dann auch im Garten (diesmal nicht im Wohnzimmer) stehen zu lassen und auf den ersten Regenguss zu warten.

Sonst seid ihr bald Nährer meiner Schadenfreude. Ich kann mich immer prächtig über die Stimmen amüsieren: „Oh fuck! Das Zelt steht unter Wasser! Ja! Scheisse! Voll das Loch!“

Oder, noch besser: „Ey…Mark?“ „*schnarch*“ „Ey Marc wach mal auf, da Tropft irgendwas auf mich!“ „*röchelschnarch*“ „Scheisse … das nervt voll…“  - und das dann eine halbe Stunde, bis die Person auf die Idee kam was dagegen zu tun.

Wenn ihr dann ganz viel Glück habt stürmt es bei euch im Garten (oder Nachbars Hund furzt mal kräftig).

 

Ich hätte mir das Gewünscht bevor ich zum DONG Open Air gefahren bin.

Dann hätte ich vielleicht gemerkt, dass mein Zelt alles andere als windfest ist und mir wäre das Desaster mit dem Wegfliegenden Zelt erspart geblieben-

 

Aber auch das ein oder andere amüsante Foto.

 

 

In dem Sinne: Vertrauen ist gut, Kontrolle aber besser.

 

Packliste:
- Kontrolliertes Zelt

- evt. Ersatzstücke

 

 

 

11.1.07 09:10

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lipilly / Website (11.1.07 14:34)
Doch einen Werbevertrag bei Aldi?


Sassi (11.1.07 14:36)
Quatsch. Es passt nur am besten zum Buget einer Schülerin

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